Die HerzBerg - Schafherde

 

Vier Coburger Fuchs-Schafe (gefährdete Nutztierrasse),

Jenna, Jade und ihre Lämmer Josefine und Jorinde

Fünf Krainer Steinschafe (gefährdete Nutztierrasse),

Mari, Sally, Smilla, Marla, Muriel, Silas

und Steinschafmix-Lamm Mia Mocca,

vier Merino-Mixe, Ronja, Birka, Bryanna und Motte

 

 

Die zutraulichen und kontaktfreudigen Schafe genießen ganz offensichtlich die Gesellschaft von Menschen.

Sie lassen sich mit Vorliebe streicheln oder striegeln oder grasen in unserer Nähe, während wir die Wolle verarbeiten, singen, Geschichten lauschen oder anderweitig beschäftigt sind.

Merino Birka begrüßt uns immer lautstark bei der Ankunft, während Steinschaf Sally gar nicht genug genug gekrault werden kann. Coburger Fuchs Jenna, mit sechs Jahren die Älteste in der Gruppe und damit Leitschaf, blickt dem bunten Treiben mit etwas Skepsis zu, was Tochter Jade meist begleitet, während Motte wiederum ihr Ding macht.

Ronja und Mari folgen immer artig und unauffällig.

Es macht Freude, zu sehen, wie verschieden selbst die Schafe einer Herde sind und sie mit dem Hütehund Lana in ihrem innigen Verhältnis zu beobachten und einfach die Zeit auf der Weide inmitten herrlicher Natur zu verbringen. Insgesamt ist die beruhigende Wirkung der Schafe schon nach kurzer Zeit deutlich spürbar. Schafe sind ganz hervorragende Zuhörer und Begleiter. Mit ihrer Geste, sich als Individuum für die Gemeinschaft zurückzunehmen, wirken sie für uns vorbildlich.

 

Außerdem lernen wir an ihnen viel über die landwirtschaftlichen Arbeiten, über Nutztiere und ihre artgerechte Haltung, über die Verarbeitung von Wolle, den Naturschutz und über uns selbst. Die Beweidung durch Schafe unterstützt so ganz nebenbei die Artenvielfalt, denn in ihrer Wolle transportieren Schafe Samen und manchmal reist auch ein kleiner Grashüpfer als blinder Passagier mit.

 

Im Oktober 2018 war Coburger Fuchs-Bock Franz zu Besuch und es gab Anfang März 2019

neun wunderbare Lämmer, fast alle tragen Franzens weißen Stern auf der schokoladenbraunen Stirn!

Coburger Jenna bekam als erste die Zwillinge Jorinde und Joringel, dann folgte Jade mit Janosch und Josefine, die zum Flaschenlamm wurde, da die Mutter sie nach einem Tag entschlossen verstieß. Sie bedurfte besonderer Fürsorge,

ist aber gut in die Herde integriert und natürlich sehr menschen- und hundebezogen.

Die Merino-Mixe Ronja mit den lustigen Böckchen Rubin und Remus und Birka mit ihrem schönen Balin sind besonders fürsorgliche Mütter, obwohl sie damals Flaschenlämmer waren.

Die Krainer Steinschafe Mari und Sally haben uns jeweils ein wunderschönes Lämmchen geschenkt, Mia Mocca und Sirius.

Motte hat sich für das Single-Dasein entschieden und blieb ohne Lamm, dafür haben wir noch Krainer Steinschaf Smilla aufgenommen, zart und schneeweiß-ein großer Gewinn für unsere Herde und die pädagogische Arbeit.

 

Das Leben mit der Herde und den lustigen Lämmern ist besonders bewegt und lebensfroh--es macht einfach glücklich, dort zu sein.

 

Krainer Steinschaf- Bock Baldur war im November für 6 Wochen in der Deckgruppe.

Im März 2020 wurden die Lämmer von Krainer Steinschaf von Mari, Sally und Birka geboren:

Marla und Muriel, Bryanna und der kleine Silas sind da und bereichern die Herde mit ihrer Lebensfreude!

 

Seit Oktober 2019 ist HerzBerg Herdecke Mitglied in der ARGE Krainer Steinschaf und befasst sich mit der Erahltungszucht der wundervollen und vom Aussterben bedrohten Rasse Krainer Steinschaf.

 

"Als klassische Fluchttiere ist es für Schafe überlebensnotwendig, ein Gespür für die Absichten anderer zu haben. Das macht sie zu extrem wertvollen Assistenten bei tiergestützten Interventionen. Naturnahe Situationen auf Wiesen und Weiden, der Duft der Wolle, das Empfinden der Wärme des Vlieses sind nur einige sensorische Aspekte, die unsere Schafe erfahrbar machen. Schafe mögen keine Hektik, keinen Druck, keinen Stress. Sie nähern sich dann, wenn ihr Gegenüber losgelassen hat – vom Wollen, von der Anspannung, von der Absicht. Sie suchen unsere Nähe, wenn wir ausatmen und einfach sind und uns dem Moment schenken." (Andrea Wiesner)

 

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